Johannes Gutenberg - die Erfindung des Buchdrucks

Die Erfindung des Buchdrucks

und seine Auswirkungen...

Durch den Buchdruck wurde die Wissensvermittlung mit erschwinglichen Textausgaben möglich, die eine angemessene äußere Gestaltung und philologische Exaktheit auszeichneten. Die Humanisten begrüßten die durch den Buchdruck erzielten Fortschritte in der Philologie und die Möglichkeit, im wissenschaftlichen Unterricht mit gesicherten Texten arbeiten zu können. Maßgebliche Zeitgenossen würdigten den Umstand, dass nun auch "jeder Minderbemittelte" an der Bildung teilhaben konnten.

Nur wenige Gegenstimmen, vornehmlich aus kirchlichen Kreisen, warnten vor der fehlenden Sorgfalt beim Setzen der Textzeilen und einer daraus resultierenden geringeren Qualität gegenüber den Handschriften. Mit der vermehrten Verbreitung von theologischem Wissen in der Volkssprache befürchtete die Kirche außerdem, ihre Macht und ihren Einfluss zu verlieren. Papst Leo X. versuchte deswegen in einer Bulle von 1515 durch die Einführung einer Zensur und Aufsicht gegen gedruckte Bücher vorzugehen, was dennoch wenig nützte.

Der Buchdruck beeinflusste maßgeblich national wie international die weitere Entwicklung der Gesellschaft. In zahlreichen Facetten des kulturellen und technischen Fortschritts wirkte sich die Erfindung Gutenbergs aus, die hier nicht allesamt erörtert werden können.

Erwähnt werden soll zumindest der Bezug zu den theologischen Auseinandersetzungen, die durch Martin Luther 1517 ausgelöst worden waren und die letztlich zur Reformation in Deutschland führten.

Martin Luther, Tischreden:

Die hohen Wohltaten der Buchdruckerei sind mit Worten nicht auszusprechen.
Durch sie wird die Heilige Schrift in allen Zungen und Sprachen eröffnet und ausgebreitet, durch sie werden alle Künste und Wissenschaften erhalten, gemehrt und auf unsere Nachkommen fortgepflanzt.
Die Truckerey ist summum et postremum donum, durch welches Gott die Sache des Evangelii forttreibet.
Es ist die letzte Flamme vor dem Auslöschen der Welt [...].

In Luthers "Tischreden" wird ausdrücklich auf die wichtige Rolle des Buchdrucks für die Verbreitung der reformatorischen Lehre hingewiesen. Über Flugschriften, Predigttexte, Kirchenlieder und seine Übersetzung der Heiligen Schrift ins Deutsche gelangten Luthers theologische Überzeugungen in jeden Winkel des Landes.

Ein Drittel der gesamten deutschsprachigen Buchproduktion in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entfiel auf seine Schriften, allein die geschätzte Gesamtauflage seiner hochdeutschen Bibelausgabe beläuft sich auf eine halbe Million Exemplare. Diese enorme Präsenz auf dem sich gerade entwickelnden Buchmarkt und die Tatsache, dass viele seiner Schüler und andere Autoren, das so genannte "Luther-Deutsch" in ihren Schriften verwendeten, übte ihren unmittelbaren Einfluss auf die deutsche Sprachbildung aus. In der direkten Verbindung mit der Reformation ist der Buchdruck demzufolge auch an der Entstehung einer hochdeutschen Schriftsprache beteiligt.

Mein Beruf: Drucker...

von der "Pike" auf gelernt, wie man so sagt, Kaufmann und Druckermeister,
Seit 1987 Geschäftsführer der Grafedruck GmbH siehe Firmenchronik
seit 1978 Inhaber von Herrmann&Co.

Seit ich den Beruf gelernt habe, hat das Gewerbe meherere tiefgreifende, technische Veränderungen erfahren, doch die Faszination ist geblieben.

 

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